Schwarze Schafe

Posted on 21. Juli 2019


Weiterhin macht die Wirtschaftskammer ihren „Schwarzen Schafen“ die Mauer. Weil im „Schwarzbuch Arbeitswelt“ der oö Arbeiterkammer die Reinigungsfirma Elefantenstark aus Steyr den Spitzenplatz erzielte, attestiert die Fachgruppenvorsitzende Ursula Krepp dieser Firma „vielen Zugewanderten überhaupt einen Einstieg in einen Job zu ermöglichen“ (OÖN,6.7.2019).

Im Klartext, wer Migrant_innen unter miesen Bedingungen beschäftigt, darf alles ungestraft. Die Putzfirma wettert jetzt gegen Rufschädigung und droht via Anwalt mit einem wettbewerbsrechtlichen Vorgehen gegen die AK.

Auf Platz zwei im „Schwarzbuch Arbeitswelt“ 2019 folgen „Berni’s Backstube“ aus Mettmach, auf Rang drei der Arbeitskräfteüberlasser Hogo GmbH aus Wels. Unter den TOP10 befindet sich auf Platz 8 aber auch die ISS Facility Services GmbH mit Sitz in Wien, die sich auf ihrer Website stolz als „Weltmarktführer“ definiert.

In dem seit 2011 herausgegebenen „Schwarzbuch“ werden Unternehmen aufgelistet, mit denen die AK die meisten arbeitsrechtlichen Konflikte hatte. 2018 musste die AK in 15.160 Fällen die Anliegen ihrer Mitglieder in arbeits-, sozial- und insolvenzrechtlichen Angelegenheiten vertreten. Die sechste Ausgabe des „Schwarzbuchs“ dokumentiert neben den TOP10 insgesamt 72 exemplarische Fälle von Verstößen. Den größten Handlungsbedarf gab es in der Gastronomie mit 1.503 Fällen, gefolgt vom Handel (1.265) und Metall (875).

Der GLB hat die Arbeiterkammer wiederholt aufgefordert im Interesse sowohl von Beschäftigten als auch der Konsument_innen nicht nur im „Schwarzbuch“, sondern auch bei der laufenden Veröffentlichung von gravierenden Verstößen die entsprechenden Firmen beim Namen zu nennen.

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